Sicherheit auf den Kapverden

Sicher unterwegs mit einem guten Gefühl: Die Kapverden sind ein sicheres, gastfreundliches Reiseziel. Mit ein wenig Umsicht, den üblichen Vorsichtsmaßnahmen und einem wachen Blick für die Umgebung steht einem entspannten Urlaub nichts im Weg.

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Entspannt reisen mit gesundem Menschenverstand

Die Kapverden gehören zu den sichersten und politisch stabilsten Ländern Afrikas. Religiöse oder ethnische Konflikte gibt es nicht, und viele Reisende erleben die Menschen als hilfsbereit, freundlich und gelassen.

Trotzdem gilt wie überall auf der Welt: Mit gesundem Menschenverstand und ein paar einfachen Vorsichtsmaßnahmen reist es sich deutlich entspannter.

Unsere wichtigsten Tipps für eine sichere Reise

  • Meer & Strände: Einsame Strände sind traumhaft, aber vor dem Baden solltest du dich immer über Strömungen und mögliche Gefahren informieren – am besten direkt in deiner Unterkunft oder bei Einheimischen.
  • Wertsachen am Strand: Wertsachen niemals unbeaufsichtigt am Strand liegen lassen. Handy, Geld und Papiere gehören in die Tasche, nicht ins offene Strandtuch.
  • Schmuck & Wertgegenstände: Trage keinen auffälligen Schmuck und geh generell sorgsam mit deinen Wertsachen um – je unauffälliger du unterwegs bist, desto entspannter ist es.
  • Dokumente & Geld:
    • Größere Geldbeträge, Pässe und Flugtickets gehören in den Hotelsafe (nicht ins unverschlossene Zimmer).
    • Für unterwegs reichen meist Kopien der wichtigsten Dokumente (Pass, Versicherung, Tickets).
    • Zusätzlich ist es sinnvoll, Fotos oder Scans von Pass, Ausweisen und E-Tickets in einer sicheren Cloud zu speichern. So kannst du im Notfall – etwa bei Handy- oder Dokumentenverlust – auch von einem anderen Gerät auf deine Unterlagen zugreifen.
  • Städte & Nachtleben:
    • In Santa Maria (Sal), bei Strandwanderungen auf Boa Vista sowie in den Städten Praia und Mindelo ist etwas mehr Aufmerksamkeit sinnvoll – besonders nachts.
    • Nach Einbruch der Dunkelheit gilt: Auch für kurze Strecken lieber ein Taxi nehmen.
  • Aufdringliche „Amigos“ oder „Amigas“:
    • Sehr aufdringliche Kontakte an Stränden, in Bars oder Diskotheken sind oft Prostituierte oder wenig seriöse Personen. Ein klares „Não“ reicht in der Regel.
    • Bei einem schlechten Gefühl: Abstand halten, andere Reisende oder Einheimische um Hilfe bitten.
    • Das portugiesische Wort für Hilfe ist „Socorro!“, auf Kreol „Djuda-m!“ (ausgesprochen etwa „Dschuhdamm“).
  • Drogen: Der Erwerb und Verkauf von Drogen (auch Marihuana) ist auf den Kapverden streng verboten. Hier drohen empfindliche Strafen – am besten komplett meiden.
  • Lokale Hinweise ernst nehmen: Informiere dich vor Ort – z.B. in deiner Unterkunft – über eventuell problematische Strecken, Viertel oder Ausflugsziele und halte dich an die Empfehlungen.
  • Einsame Orte: Einsame Plätze auf Boa Vista, Sal, in Praia und Mindelo solltest du besser nicht allein, sondern möglichst mit kapverdischer Begleitung oder in einer Gruppe besuchen.
  • Nachts immer Taxi: Nach nächtlichen Restaurant-, Bar- oder Discobesuchen: immer ein Taxi nehmen, auch wenn der Weg kurz wirkt.
  • Im Falle eines Überfalls: So unangenehm es ist: Nicht zur Wehr setzen. Gesundheit geht immer vor Geld. Übergib Wertsachen lieber, als Verletzungen zu riskieren.
  • Anzeige bei der Polizei: Jeder Diebstahl oder Überfall sollte so schnell wie möglich bei der Polizei gemeldet werden – auch für eventuelle Versicherungsansprüche.

Hinweis zu aktuellen Entwicklungen

Bei der beliebten Wanderung von Tarrafal zum Leuchtturm auf Santiago kam es in letzter Zeit vereinzelt zu Überfällen, meist durch jugendliche Gruppen aus Praia.

In diesem Zusammenhang hört man auf den Kapverden oft das Wort „Kaçubodi“ – abgeleitet von „cash or body“ – ein Begriff für blitzartige Straßenüberfälle oder Handtaschenraub.

Empfehlung: Diese Wanderung nur mit ortskundigem Guide unternehmen und nicht allein auf eigene Faust gehen.

Wichtige Telefonnummern für Notfälle auf den Kapverden

  • Polizei (Polícia Nacional): 132
  • Notruf (Ambulanz, Feuerwehr, Polizei): 130
  • Feuerwehr: 131
  • Krankenwagen / medizinischer Notfall: 130
  • Touristenpolizei (Praia, Sal, Boa Vista, Mindelo): 800 11 12 (gebührenfrei, oft englischsprachig)

Vertretungen:

Zusätzlich kann in einigen Gegenden auch die europäische Notrufnummer 112 funktionieren – das ist aber nicht überall garantiert.

Tipp

Speichere die wichtigsten Nummern vor der Reise im Handy ab und erkundige dich beim Check-in nach der nächstgelegenen Polizeistation oder Klinik. Ergänzend lohnt es sich, wichtige Dokumente zusätzlich digital in einer Cloud zu sichern – so hast du im Ernstfall immer einen Zugriffspunkt.

Fazit: Sicher unterwegs mit einem guten Gefühl

Die Kapverden sind ein sicheres, gastfreundliches Reiseziel.

Mit ein wenig Umsicht, den üblichen Vorsichtsmaßnahmen und einem wachen Blick für die Umgebung steht einem entspannten Urlaub nichts im Weg.