Geld & Preise auf den Kapverden

Mit etwas Vorbereitung, ein paar Escudos in der Tasche und einer funktionierenden Kreditkarte bist du auf den Kapverden finanziell sehr entspannt unterwegs – und kannst selbst entscheiden, wann Euro praktisch sind und wann sich Escudos mehr lohnen.

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Unterwegs mit Escudo & Euro – dein Geldguide für die Kapverden

Die Landeswährung der Kapverden ist der Kapverdische Escudo (CVE). Bezahlt wird im Alltag mit Scheinen (200, 500, 1.000, 2.000, 5.000 CVE) und Münzen (1, 5, 10, 20, 50, 100 CVE), herausgegeben von der Zentralbank Banco de Cabo Verde (BCV).

Durch ein Währungsabkommen mit Portugal ist der Kurs zum Euro fest fixiert:

1 EUR = 110,265 CVE.

Grob kannst du dir merken: 1.000 CVE sind etwa 9 Euro.

In vielen touristischen Orten, vor allem auf Sal und Boa Vista, kannst du in Hotels, Restaurants und manchen Geschäften auch direkt in Euro bezahlen – dabei wird allerdings häufig sehr vereinfacht mit einem 1:1-Kurs gerechnet, also 100 CVE = 1 EUR. Das ist zwar praktisch, aber etwas teurer als der offizielle Kurs. Für Märkte, Taxis und kleinere Beträge lohnt es sich deshalb, in Escudo zu zahlen.

Geld wechseln & Bargeld

Geld kannst du direkt bei der Ankunft am Flughafen, in Banken, in Wechselstuben und teilweise in Hotels wechseln.

  • Banken haben montags bis freitags von 08:00 bis 15:00 Uhr durchgehend geöffnet.
  • An Feiertagen bleiben die Banken geschlossen.
  • Besonders montags und freitags sowie in den frühen Morgenstunden sind die Filialen oft sehr gut besucht – mit entsprechenden Wartezeiten. Etwas entspannter ist es meist in den späteren Vormittagsstunden unter der Woche.

Am sichersten und unkompliziertesten ist der Tausch an offiziellen Stellen, dort stimmt der Kurs und du bekommst eine Quittung.

Wichtig: Heb diesen Beleg gut auf. Ein Zurückwechseln von Escudo in Euro ist in der Regel nur mit genau diesem Wechselbeleg möglich. Ohne Nachweis kann es schwierig werden, überschüssige Escudos am Ende der Reise wieder in Euro umzutauschen.

Bei der Bargeldplanung lohnt sich ein Blick auf die Stückelung: Große Scheine wie 5.000 CVE sind zwar im Umlauf, werden im Alltag aber eher selten genutzt. Gerade in kleineren Geschäften, Bars oder Restaurants ist Wechselgeld in kleinen Scheinen und Münzen oft knapp. Wenn du mit sehr großen Noten bezahlst, kann es passieren, dass das Personal erst mühsam wechseln muss oder nicht genug Rückgeld hat.

Tipp: Lass dir beim Wechseln möglichst viele kleinere Scheine geben – das macht Bezahlen im Alltag deutlich einfacher.

Geldautomaten & Kartenzahlung

Auf allen bewohnten Inseln gibt es Geldautomaten (ATMs). Mit VISA und MasterCard kannst du in der Regel ohne Probleme Geld abheben, meist bis zu etwa 20.000 CVE pro Tag. Visa Electron wird häufig akzeptiert, EC-/Maestro-Karten funktionieren nur eingeschränkt – hier lohnt sich ein kurzer Check bei deiner Bank vor der Reise (Freischaltung für Auslandseinsatz, Gebühren etc.).

In Hotels, besseren Restaurants und Supermärkten kannst du oft bequem mit Kreditkarte zahlen. Auf Märkten, in kleinen Bars, bei Straßenhändlern oder in abgelegeneren Orten ist Bargeld klar im Vorteil.

Wichtig: PIN-Code (4-stellig) bereithalten – auch für Kreditkarten.

Travellerschecks spielen praktisch keine Rolle mehr. Sollte doch einmal etwas schiefgehen, kann Western Union im Notfall eine Option sein, um Geld zu erhalten.

Bargeld, Einfuhr & Deklaration

Ein paar formale Punkte sind gut zu wissen:

  • Führst du mehr als 1.000.000 CVE (oder den Gegenwert in Fremdwährung) ein, musst du das bei der Einreise deklarieren.
  • Mehr als 20.000 CVE pro Person und Reise dürfen nur mit spezieller Genehmigung ausgeführt werden.
  • Die Ein- und Ausfuhr der kapverdischen Währung ist grundsätzlich reglementiert – für normale Urlaubsbudgets spielt das aber selten eine Rolle.

Touristensteuer & praktische Tipps

Auf den Kapverden wird eine Touristensteuer („Contribuição Turística“) pro Übernachtung erhoben. Sie dient der Finanzierung von Infrastruktur und nachhaltiger Entwicklung und wird direkt in der Unterkunft bezahlt – je nach Hotel bar oder per Karte.

Die Steuer gilt pro Person ab 16 Jahren und wird in einer Unterkunft maximal für 10 Nächte berechnet. Längere Aufenthalte in derselben Unterkunft werden also nicht unbegrenzt besteuert.

Ein paar einfache Tipps machen den Umgang mit Geld vor Ort entspannter:

  • Nutze eine Mischung aus Bargeld und Karte – so bist du flexibel.
  • Informiere dich vorab über Gebühren deiner Bank für Abhebungen und Kartenzahlung im Ausland.
  • Größere Bargeldbeträge, Pässe und Tickets am besten im Hotelsafe lassen; unterwegs reichen meist Kopien.
  • Achte darauf, genug kleine Scheine und Münzen dabeizuhaben – besonders für Taxis, Märkte und kleine Lokale.
  • Wechselbelege immer aufbewahren, falls du am Ende der Reise wieder in Euro zurücktauschen möchtest.

Preise auf den Kapverden: Was dich Kaffee, Abendessen & Alltag wirklich kosten

Die Kapverden sind kein „Ultra-Billigziel“, bieten aber insgesamt ein sehr faires Preis-Leistungs-Verhältnis – vor allem, wenn du nicht nur in Hotelanlagen bleibst, sondern auch lokale Bars, kleine Restaurants und Märkte nutzt.

Grob kannst du dir merken:

  • Auf Sal und Boa Vista sind die Preise in den touristischen Zonen meist spürbar höher.
  • Auf den anderen Inseln, in lokalen Lokalen und abseits der Hotspots, lebst und isst du oft deutlich günstiger.
  • In gehobenen Hotels und Resorts können die Preise klar über dem Durchschnitt liegen.

Damit du ein Gefühl bekommst, hier ein paar typische Richtwerte (Stand 2025):

  • Ein Kaffee oder Espresso in einer Bar kostet meist zwischen 80 und 150 CVE (ca. 0,75–1,35 €).
  • Ein lokales Bier (0,33 l) liegt ungefähr bei 150–250 CVE (1,35–2,25 €).
  • Ein Softdrink bekommst du für etwa 100–200 CVE (0,90–1,80 €).
  • Ein Cocktail wie z.B. eine Caipirinha kostet je nach Bar und Lage etwa 300–700 CVE (2,70–6,30 €).
  • Eine 1,5-l-Flasche Wasser im Supermarkt kostet in der Regel 80–100 CVE (ca. 0,75–0,90 €).

Beim Essen sieht es in etwa so aus:

  • Ein einfaches Mittagessen in einem lokalen Restaurant kostet meist 500–1.000 CVE (4,50–9 €).
  • Das klassische Tagesgericht („Prato do dia“) ist oft besonders günstig: etwa 400–700 CVE (3,60–6,30 €).
  • Ein Abendessen mit zwei Gängen in einem lokalen Restaurant liegt ungefähr bei 1.200–2.000 CVE (11–18 €).
  • In touristischen oder internationalen Restaurants (z.B. in Hotels oder direkt an der Strandpromenade) können Hauptgerichte schnell bei 2.000–4.000 CVE (18–36 €) liegen.
  • Eine Pizza oder leichte Mahlzeit bekommst du meist für 800–1.500 CVE (7–13,50 €).
  • Kleine Snacks wie Pastel, Sandwich oder etwas an der Bar liegen oft zwischen 100 und 300 CVE (0,90–2,70 €).

Auch beim Einkauf im Supermarkt bleibst du gut im Überblick:

  • Brötchen (Pão) kosten meist 20–40 CVE (0,20–0,35 €).
  • 1 kg Bananen liegt ungefähr bei 100–200 CVE (0,90–1,80 €).
  • Eine Flasche lokaler Wein im Supermarkt kostet je nach Qualität etwa 600–1.500 CVE (5,40–13,50 €).

Zigaretten liegen je nach Marke und Insel bei rund 300–500 CVE (2,70–4,50 €), einzelne Zigaretten werden in Bars, kleinen Shops oder an Straßenständen oft für 20–50 CVE verkauft.

All diese Werte sind Durchschnittspreise und dienen zur Orientierung. Je nach Insel, Saison, Lage und Standard kann es günstiger oder teurer sein. Vor allem auf Sal und Boa Vista liegen die Preise häufig 10–30 % über dem Landesdurchschnitt, während du auf anderen Inseln oft deutlich günstiger unterwegs bist – besonders, wenn du dort isst, wo auch die Einheimischen essen.

Trinkgeld auf den Kapverden: Was ist üblich – und was freut die Menschen vor Ort?

Trinkgeld ist auf den Kapverden kein Muss, aber es wird als Zeichen der Wertschätzung sehr geschätzt – gerade von Menschen im Service, in Hotels, in Bars oder bei Ausflügen.

Viele Gäste sind unsicher, was angemessen ist, deshalb hier eine unverbindliche Orientierung:

  • Restaurants & Bars:
  • Bei gutem Service sind etwa 10 % Trinkgeld ein guter Richtwert.
  • In einfachen Lokalen reicht es oft, den Betrag auf den nächsten runden Betrag bzw. auf die nächsten 100 CVE aufzurunden.
  • Servicepersonal (Zimmer, Gepäck, kleine Hilfen): Für Zimmerreinigung, Hilfe mit Gepäck oder kleine Extra-Services sind etwa 100–200 CVE (ca. 1–2 €) pro Tag oder Auftrag eine nette Geste.
  • Guides & Ausflüge: Bei Tagesausflügen oder geführten Wanderungen sind ungefähr 500–2.000 CVE (4,50–18 €) pro Person ein guter Richtwert – je nach Dauer, Gruppengröße und Zufriedenheit.

In der Praxis bewegen sich die meisten Trinkgelder im Bereich von 100 bis 2.000 CVE.

Am Ende bleibt die Höhe aber immer deine persönliche Entscheidung – nichts ist streng geregelt, und jede Aufmerksamkeit wird in der Regel freundlich und dankbar angenommen.

Fazit: Geld & Preise – entspannt genießen

Mit einem groben Gefühl für die Preise vor Ort und einer klaren Orientierung beim Trinkgeld kannst du deinen Aufenthalt auf den Kapverden sehr entspannt planen:

  • Du weißt, was dich Kaffee, Essen und Alltag ungefähr kosten.
  • Du kannst bewusst entscheiden, ob du eher lokal und günstig oder touristischer und komfortabler unterwegs sein möchtest.
  • Und du kannst mit einem kleinen Trinkgeld für guten Service viel Wertschätzung zeigen – ganz ohne Unsicherheit.