Gefährliche Tiere auf den Kapverden – was du über die Tierwelt wissen solltest

Die gute Nachricht gleich vorneweg: Auf den Kapverden gibt es keine Raubtiere, keine Schlangen und nur sehr wenige giftige Tiere. Das macht die Inseln zu einem sehr entspannten Reiseziel – auch für Familien mit Kindern und alle, die gern in der Natur unterwegs sind.

Trotzdem gibt es ein paar Tiere, die du kennen solltest – vor allem, wenn du viel am Strand, im Meer oder in den Bergen unterwegs bist.

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Worauf solltest du achten?

Mücken:

  • Vor allem auf Santiago und hauptsächlich in der Dämmerung aktiv.
  • Ein guter Mückenschutz am Abend (Spray, lange leichte Kleidung) ist empfehlenswert.
  • Beruhigend: Malaria gilt auf den Kapverden offiziell als ausgerottet – es besteht kein Malariarisiko.

Afrikanische Seidenspinne (Nephila senegalensis):

  • Besonders in den Herbstmonaten häufig zu sehen.
  • Auffällig gelb-schwarz, oft in Gruppen zwischen Agaven, Bäumen oder an Strommasten.
  • Sie sieht beeindruckend aus, ist aber für Menschen absolut ungefährlich und nicht aggressiv.
  • Ihr Netz gilt als eines der stärksten der Welt – so stabil, dass sich sogar kleine Vögel darin verfangen können.
  • Kurz gesagt: Ein spannender, aber harmloser Teil der kapverdischen Natur.

Die wenigen wirklich problematischen Tiere

Portugiesische Galeere (Qualle):

  • Kommt sehr selten vor – aber wenn, dann ist Vorsicht angesagt.
  • Sie sieht aus wie eine schimmernde, aufgeblasene Plastiktüte und wird manchmal an den Strand gespült.
  • Auch wenn sie bereits tot ist, können die Tentakel noch starke Schmerzen verursachen.
  • Die Tentakel können bis zu 30 Meter lang werden – also niemals berühren, weder im Wasser noch am Strand.
  • In extrem seltenen Fällen kann der Kontakt gefährlich oder sogar lebensbedrohlich sein.
  • Im Meer gilt: Wenn du eine siehst – Abstand halten und das Wasser verlassen.

Hundertfüßler (Centipede):

  • Kommt auf den Kapverden vor, ist aber sehr scheu und zeigt sich selten.
  • Kann bis zu 20 cm lang werden.
  • Der Biss ist schmerzhaft und unangenehm, aber in der Regel nicht lebensbedrohlich.

Skorpione:

  • Sehr selten, vor allem vereinzelt auf Santiago (Tarrafal) beobachtet.
  • Ebenfalls scheu und meiden in der Regel Menschen.
  • Vorsicht in Felsregionen:
    • Nicht blind in Felsspalten greifen oder Steine unbedacht umdrehen.
    • Morgens die Schuhe ausschütteln, bevor du hineinschlüpfst.

Seeigel:

  • Das größte praktische Risiko für Badende sind Seeigel im flachen Wasser, besonders zwischen Steinen.
  • Tipp:
    • Lieber auf einen Stein im Wasser treten als daneben – Seeigel sitzen meist zwischen, nicht auf den Steinen.
    • Nie barfuß auf Felsen oder Steinen im Meer laufen.
  • Wenn du doch mal auf einen Seeigel trittst:
    • Die Stacheln möglichst schnell entfernen lassen, am besten im örtlichen Krankenhaus oder einer Gesundheitsstation.
    • Viele Surfer vor Ort kennen sich damit gut aus und helfen gerne.
    • Nicht entfernte Stacheln können zu Infektionen und Fieber führen.

Weitere Hinweise zur Natur & Sicherheit

  • Im Meer: Alles, was besonders bunt oder auffällig ist, lieber nicht anfassen – oft sind genau diese Tiere giftig oder wehrhaft. Das Meer hat seine eigenen Regeln – mit etwas Abstand und Respekt bist du auf der sicheren Seite.
  • Haiangriffe: In den letzten 20 Jahren wurden auf den Kapverden keine Haiangriffe registriert.
  • Straßenhunde: Straßenhunde sind auf den Kapverden relativ häufig. Viele sind eher anhänglich als aggressiv, trotzdem gilt:
    • Hunden immer mit Respekt und Vorsicht begegnen.
    • Nicht füttern oder bedrängen, vor allem nicht mit Kindern.
  • Tollwut: Die Kapverden gelten offiziell als tollwutfrei.

Fazit: entspannt reisen mit etwas Umsicht

Die Kapverdischen Inseln sind insgesamt ein sehr sicheres Reiseziel, auch was die Tierwelt betrifft.

Mit ein wenig Umsicht – nicht barfuß über Felsen, nichts Unbekanntes im Meer anfassen, Schuhe morgens ausschütteln – lassen sich unangenehme Begegnungen leicht vermeiden.

So kannst du die Natur der Kapverden in Ruhe genießen und deinen Urlaub unbeschwert erleben.